Schauspiel
Goethe

Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

Regie: Jürgen Reitz
Schauspiel: Stefanie Ahlbrecht
Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag München

Nichts ist herrlicher als über den Ex-Geliebten herzuziehen! Welche Frau würde das nicht verstehen. In diesem Fall ist der Geliebte zwar Goethe, das das hindert auch eine Hofdame nicht daran, mit zweifelhafter Contenance ab und an aus der Haut zu fahren…

Charlotte von Stein, Hofdame in Weimar und Geliebte Goethes, lässt sich in einem über fünf Akte währenden Monolog gegenüber ihrem Ehemann, der nicht anwesend ist, über ihre widersprüchliche und vielschichtige Beziehung zu Goethe aus. Dieser ist heimlich abgereist und lässt seine Freundin tief verletzt zurück.

Während sie unaufhörlich redet, abrechnet und reflektiert, ihn als Hypochonder, Grobian und Frauenheld auseinanderpflückt, wartet sie doch voller Ungeduld auf eine Nachricht von Goethe.

Ihr „Gespräch“ ist auch gespickt mit amüsanten Vorstellungen über das was  in der Welt zählt, über die Männer und über die einzige Art zu leben und zu lieben: die ihre. Der Brief trifft schließlich ein und Charlotte ist sich sicher, dass er die ersehnte Wende in ihrem Leben bringt…

Eine wunderbare ewige Geschichte zwischen Mann und Frau, die  Peter Hacks  in einer meisterhaften Sprache erzählt.

Es handelt sich nach der Frankfurter Rundschau um “einen der faszinierendsten Monologe, die in deutscher Sprache nach 1945 geschrieben worden sind” und Marcel Reich-Ranicki nahm Ein Gespräch im Hause Stein in seinen Kanon der lesenswerten deutschsprachigen Werke auf.

Das Monodrama wurde 1976 am Staatstheater in Dresden uraufgeführt, an 170 Theatern und 21 Ländern weltweit gespielt und gehört noch immer zu den beliebtesten Stücken von Peter Hacks.

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„Stefanie Albrecht gelang es bei der Vorstellung in Merzig die sich ständig wandelnden Gefühle, die Verzweiflung und Hoffnung, den Teufelskreis aus Selbsterkenntnis und Selbstbetrug auf spannende Weise zu spielen. Vom Publikum erhielt sie stehende Ovationen, für ihre überzeugende und kurzweilige Darstellung, die sie von Beginn an mit ihrer großen Präsenz ausfüllte.” Presse Landkreis Merzig-Wadern