Über mich

Stefanie Ahlbrecht

  • Geboren 1961 in Saarlouis
  • Schulausbildung und Abitur in Frankreich
  • Mehrjährige Auslandsaufenthalte in Bahrain, Libyen und in der Republik Moldau.
  • 1988-1992 Aquarellstudium bei Rahim Sharif in Manama, Bahrain
  • 1993-1996 Studium am College of Arts der Universität Tripolis, Libyen (Ölmalerei, Zeichnen, Graphik und Bildhauerei)
  • 1998-2000 Studium der Ölmalerei bei Stefan Coman (Russische Schule), Chisinau, Republik Moldau
  • 1998-2001 Kunsterzieherin an der Internationalen Schule in Chisinau, Republik Moldau
  • Seit 2002 Mitglied des „Kunst Forum Saarlouis  e.V.“,
  • Selbständigkeit als Künstlerin

Weitere Tätigkeiten

  • Kunstpädagogische Führungen und Workshops in der Alten Sammlung, Saarbrücken und in der Modernen Galerie, Saarbrücken
  • Dozentin für Acrylmalerei im Bereich Erwachsenenbildung
  • mus-e Künstlerin
  • Malschule im Vorschulalter in verschiedenen Kitas in Saarlouis
  • Kunst in der Grundschule und an der Schule für Lernbehinderte
  • Theatermitglied bei Titania, Völklingen
  • Bühnenbilder für Bettina Koch und Jürgen Reitz

Gemeinschaftsausstellungen (Auswahl)

  • 1992 – Bahrain Art Society, Manama, Bahrain
  • 2002 – 7. Salon International d’Arts Plastiques, Thionville, Frankreich
  • 2003 – 27. Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe,  “Sehnsucht nach  (…),   – 22ème Salon d’Automne International de Lunéville, Frankreich
  • 2005 – 24ème Salon d’Automne International de Lunéville, Frankreich
  • 2006 – Galerie Antenne, Gelsenkirchen
  • 2007 – Artothek, Saarbrücken, Künstlerwettbewerb “spectrum1”, Illingen
  • Seit 2002 jährliche Teilnahme an den Jahresausstellungen und Kalenderausstellungen des „Kunst Forum Saarlouis e.V.“

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2001 – Museum der Geschichte, Chisinau, Republik Moldau
  • 2003 – DRK-Forum, Saarlouis
  • 2004 – Akademie Kues, Bernkastel-Kues
  • 2006 – Centre Culturel, Maizières-les-Metz, Frankreich
  • 2009 – Bildungszentrum der Arbeitskammer, Kirkel
  • 2010 – Saarländische Landesvertretung, Berlin
  • 2012 – Amüseum, Saarburg, „Halb so wild“
  • 2013 – Altes Schloß, Saarbrücken
  • 2014 – Cloef Atrium, Orscholz, “Flower Power”, 
  •           – Haus der Union, Saarbrücken, “The First Garden”
  • 2015 – KEB, Dillingen, “natürlich begeistert”
  • 2016 – Altes Rathaus Saarwellingen, “Elemente”

 

Natur ist schön, Kunst ist schön. Beides gehört zusammen. Friedensreich Hundertwasser

Mit der künstlerischen Umsetzung der gezähmten Vegetation ist mir ein neuer Spannungsbogen von der Natur zur Kunst geglückt. Gemälde von expressivem Blattgrün bilden das Herzstück meiner Arbeiten. Meine Impulse kommen aus verschiedenen Botanischen Gärten Deutschlands. Geprägt durch meine langen Auslandsaufenthalte vorwiegend in der arabischen Welt, in der die von gleißender Sonne durchglühten Palmen oft das hoffnungsvolle Leben spendende Grün in einem sonst menschenfeindlichen Umfeld sind, habe ich eine Vorliebe und ein waches Gespür für exotisch anmutende Darstellungen gefunden. So sind  Botanische Gärten für mich mehr als Oasen der Ruhe, sie sind zugleich Orte des Fernwehs und der Sehnsucht und eine unerschöpfliche sinnliche Quelle künstlerischer Gestaltung. Meine Bilderwelt spiegelt meine ganz persönliche Wahrnehmung. Die gezähmte Natur, angelegt von Menschenhand, versuche ich üppig, kraftvoll, wild, ungeordnet, vielfältig und ebenso sensibel wiederzugeben.

Auszug aus einer Laudatio von Eike Oertel-Mascioni, Kunsthistorikerin, am 8. Juli 2012 im Amüseum, Saarburg

Stefanie Ahlbrecht malt in vielen Variationen das Wachsen und Blühen der exotischen Pflanzen mit ihren außergewöhnlichen Formen, Blättern, Stängel und Farben. Dabei trägt sie zum Teil Ölfarben in Schichten auf die darunterliegende Acrylfarbe auf, um bestimmte Zentren oder gegenständliche Details zu verdeutlichen. Auch farbige Kreide zähle in einigen Werken zu ihrem technischen Vorgehen. Ohne die Bindung an die Natur ganz zu verlieren, lässt das Thema der Botanischen Gärten ihrer Farbphantasie alle Freiheit. Hier zeigt sich auch, wie vielseitig Stefanie Ahlbrecht im Finden von Varianten oder Variationen ist. Einmal ist es die rhythmische Gliederung der Fläche, ein anderes Mal das farbige Licht, die Kraft, Wärme und die Üppigkeit der Palmen, Bananenstauden oder Philodendren charakterisieren. Manchmal gehen die Formen der dargestellten Pflanzen so ineinander über, dass die Beziehung zur Realität aufgehoben scheint. Metamorphose, Transformation, Wachstum und Veränderung lauten daher auch die Schlagwörter zu den von ihr gewählten Themenbereichen und Motiven. Auch wenn wir den Pflanzen keinen Willen zuschreiben: Dass sie lebendig sind, können wir nicht abstreiten. Sie sind unser lebendiges Gegenüber, auf das wir reagieren. Stefanie Ahlbrecht reagiert bezogen auf ihre Kunst wahrnehmend und interpretierend. Sie kann uns mit ihrer Malerei ein Gefühl von Wildheit und Kraft vermitteln, aber auch die Empfindung von fast schon bedrohlicher Nähe.